Indoor-Radfahren für Einsteiger: eine ausführliche Anleitung für den Start
Dieser Artikel ist ein Ratgeber, wie du Schritt für Schritt sicher und selbstbewusst in das Indoor-Radfahren einsteigen kannst, auch wenn du dich bislang noch nie in die Pedale eingeklickt hast. Du erfährst, wie du dein Fahrrad einrichtest, wie eine gute Fahrtechnik aussehen sollte und wie du deine Fortschritte tracken kannst, ohne dich dabei mit allem überfordert zu fühlen.
Kurze Zusammenfassung
Um mit dem Indoor-Radfahren zu beginnen, brauchst du gerade einmal einen passenden Indoor-Trainer, ein Fahrrad, ein bisschen Platz und eine Indoor Cycling App wie ROUVY, damit es mehr Spaß macht und realistisch wirkt.
Die App ist ein Teil deines Setups. Sie regelt automatisch den Widerstand und macht so auf einem ortsfesten Indoor-Trainer immersive Fahrten auf realen Routen aus der ganzen Welt möglich. Dies trägt dazu bei, regelmäßig dran zu bleiben. Für den Anfang benötigst du keine High-End-Ausrüstung, aber nimm dir dennoch ein wenig Zeit für das korrekte Einrichten von deinem Fahrrad. Denn es ist der Komfort, der letztendlich dafür sorgt, dass du dich immer wieder gerne auf das Fahrrad setzen möchtest, und eine schlechte Einstellung führt recht schnell zu Schmerzen und Verletzungen.
Halte deine ersten Trainingseinheiten kurz und einfach: ein sanftes Warm-up, eine lockere Fahrt mit ein paar intensiven Abschnitten zwischendurch und ein entspanntes Cool-down. Fahre ein paar Mal in der Woche und lass dich nicht dazu verleiten, jedes Mal mit voller Anstrengung zu fahren. Fitness baut sich tatsächlich während der lockeren Fahrten und an Ruhetagen auf. Dein Ziel sollte eine geschmeidige und komfortable Trittfrequenz sein, und der Fokus dabei auf dem regelmäßigen Dranbleiben statt auf den Messwerten liegen.
Das wirklich Wichtige hierbei ist, einfach sein Training zu machen. Die meisten Anfänger bemerken innerhalb von ein paar Wochen echte Veränderungen (kraftvollere Beine, leichtere Atmung und eine bessere Stimmung), und der Trick besteht nun darin, den Beginn eines jeden Trainings so einfach wie möglich zu gestalten. Lass deshalb dein Fahrrad aufgebaut stehen und habe deine Fahrradbekleidung griffbereit, nutze spannende Routen und angeleitete Workouts, damit du auch dann motiviert bleibst, wenn der Reiz des Neuen nachlässt.
Übersetzung: Heike Hardt
Indoor-Radfahren für Einsteiger – die wichtigsten Vorteile
Indoor-Radfahren eliminiert viele der Hindernisse, die einen davon abhalten, regelmäßig Sport zu treiben.
Man muss nicht auf den Straßenverkehr achten. Man braucht kein perfektes Wetter. Man braucht keine fortgeschrittenen Fähigkeiten. Man braucht lediglich einen passenden Indoor-Trainer und sein Fahrrad, ein wenig Platz und den Willen, langsam mit dem Training anzufangen.
Für viele Athleten, und besonders für Anfänger, bietet das Indoor-Radfahren drei große Vorzüge.
Erstens, es fühlt sich sicher an und ist leistungsmäßig planbar. Der Widerstand wird im SIM-Modus (auf den Routen) und im ERG-Modus (bei den Workouts) automatisch geregelt. Die Trittfrequenz ist steuerbar (höhere Umdrehungen sind besser). Es gibt keine unerwarteten Steigungen, es sei denn, man wählt sie selbst aus.
Zweitens, es ist gelenkschonend. Deine Gelenke werden entlastet, was es ideal macht, wenn du wieder mit dem Training neu einsteigst, Übergewicht hast oder nach einer Pause langsam wieder beginnen möchtest.
Drittens, es passt in den ganz normalen Alltag. Eine 30-minütige Fahrt vor der Arbeit oder nach dem Abendessen ist plötzlich realisierbar. Kein Packen. Kein Pendeln. Einfach losfahren und genießen.
Damit Ergebnisse sichtbar werden, ist Dranbleiben sehr wichtig, und das lässt sich Indoor leichter erreichen. Schauen wir uns also einmal an, wie sich dieses Ziel ziemlich gut verwirklichen lässt.
Oben: Die Auswahl einer Route aus der riesigen Routen-Bibliothek ist mit der Filter-Funktion ganz einfach.
Die Vorbereitung: Fahrradbekleidung, Indoor-Trainer Setup und Basics zur Sicherheit
Du benötigst keine teure Ausstattung, um anzufangen, du benötigst allerdings ein Setup, das bequem, kompatibel und auch stabil ist.
Was du wirklich brauchst
Die Mindestausstattung für dein Setup:
Ein kompatibler Indoor-Trainer (klassischer oder Smarttrainer).
Bequeme und atmungsaktive Radhosen mit Sitzpolster (für Männer und Frauen).
Eine Wasserflasche in Reichweite.
Ein Handtuch, damit sich unter dir kein Swimmingpool bildet.
Ein oder zwei Ventilatoren machen deine Fahrt einfacher und angenehmer.
Optionale Ausstattung, aber recht nützlich:
Fahrradschuhe mit Cleats für Klickpedalen, um bei den Anstiegen auch die Zugbewegung zu nutzen, anstatt nur nach unten zu drücken und zu treten.
Ein Herzfrequenzsensor oder eine Smartwatch.
Bevor du deine erste Fahrt startest, nimm dir kurz fünf Minuten Zeit, um dein Fahrrad richtig einzustellen. Ein schlechtes Setup bereitet den meisten Anfängern Beschwerden und ist der Grund für fast alle Verletzungen in der Anfangsphase.
Wir gehen auf dieses Thema Schritt für Schritt in unserem Artikel über den ultimativen Ratgeber für ein Indoor Fahrradtraining Setup ein. Ein Termin bei einem professionellen Bike-Fitting kann ebenfalls dazu beitragen, Verletzungen zu vermeiden, die durch ein falsches Setup verursacht wurden.
Tipps zum Setup, kurz und knapp
Sattelhöhe: Wenn das Pedal sich an der untersten Position befindet, sollte dein Knie leicht gebeugt sein.
Sattelposition (vor/zurück): Die Kniescheibe sollte sich ungefähr über dem Fußballen befinden.
Lenker: Hoch genug, sodass dein Rücken sich entspannt anfühlt, aber nicht gekrümmt ist.
Falls etwas stark schmerzt oder es sich instabil anfühlt, beende dein Training und nimm Anpassungen vor. Leichte Beschwerden klingen von selbst ab, aber anhaltende Schmerzen sollten nicht ignoriert werden. In diesem Falle ist eine korrekte Fahrradanpassung dringend zu empfehlen.
Die richtige Körperhaltung und Technik beim Indoor-Radfahren
Eine gute Technik sorgt dafür, dass sich dein Radfahren geschmeidiger anfühlt und effizienter ist. Dies schont auch deine Knie, deinen Rücken und deine Schultern.
Die Position des Oberkörpers
Deine Hände liegen locker auf dem Lenker. Nicht verkrampft oder festgeklammert. Spanne deine Rumpfmuskulatur an, um für Stabilität zu sorgen.
Die Ellbogen sollten entspannt sein.
Die Schultern sollten leicht nach unten gezogen und entspannt sein.
Halte den Brustkorb offen, um so leichter atmen zu können.
Schau nach vorne und nicht nach unten.
Du solltest dich kraftvoll und stabil fühlen, und nicht angespannt.
Die Bewegung im Unterkörper
Die Umdrehungen mit den Pedalen sollten sich kreisförmig anfühlen, und nicht ruckartig.
Drücke mit dem Fußballen nach unten.
Mache nach Erreichen des unteren Endes der Tretbewegung eine leichte Zugbewegung nach oben.
Halte die Knie in einer geraden Linie, sie sollten nicht nach außen zeigen.
Für Anfänger liegt eine angemessene Trittfrequenz meistens zwischen 80 und 90 U/min (Umdrehungen pro Minute). Ist diese langsamer, so wird der Widerstand größer. Eine schnellere Trittfrequenz bedeutet weniger Belastung. Letztendlich wirst du deinen Rhythmus schnell finden. Fahren mit höherer Trittfrequenz erfordert Übung. Je schneller du dich daran gewöhnst, desto schneller werden sich deine Beine daran anpassen.
Zu Beginn wird sich das Fahren mit der App etwas seltsam anfühlen. Das Fahrrad oder der Indoor-Trainer bewegen sich nicht von der Stelle, dennoch führen deine Beine plötzlich Bewegungen aus, die sie schon lange nicht mehr so, oder sogar noch nie gemacht haben, derweil sich dabei dein Avatar von der Startlinie aus wegbewegt. Du siehst dort Anzeigen mit Messwerten und Radfahrer, alles vor einer wunderschönen Kulisse eingeblendet, und dann tauchst du auch schon ein in diese virtuelle Welt, die ein wenig süchtig machen kann.
Wenn du dich nun damit arrangiert hast, ist Indoor-Radfahren eine der am leichtesten zugänglichen Möglichkeiten, um deine Fitness aufzubauen. Es bietet dir ein kontrolliertes Training, das überraschenderweise süchtig macht. Und ehe du dich versiehst, wird es zu einer Gewohnheit!
Um Ergebnisse zu erzielen, benötigst du keine komplizierten Pläne. Hier reicht schon ein sinnvoll strukturierter Radsport-Trainingsplan für Anfänger.
Eine simple Vorlage als Plan für ein Training
Warm-up
5 bis 10 Minuten.
Wähle eine Route und fahre in Zone 1 und 2, erhöhe dabei allmählich die Trittfrequenz.
Du erkennst, dass du dich in den richtigen Bereichen bewegst, wenn du noch in vollständigen Sätzen sprechen kannst.
Hauptteil
Dauer: 15 bis 25 Minuten.
Kurze Belastungsphasen mit Erholungsphasen. Ein Beispiel:
2 Minuten gleichmäßig fahren.
1 Minute mit etwas mehr Power fahren.
5 bis 8 Wiederholungen.
Cool-down
5 Minuten.
Leichte Trittbewegungen, um die Herzfrequenz zu senken.
Das ist schon alles. Die Dinge einfach halten, und es funktioniert.
Falls du geführte Trainingseinheiten, virtuelle Fahrten oder strukturierte Trainingspläne absolvieren möchtest, kannst du dies hier bei ROUVY ganz einfach und fokussiert erledigen, ohne viel darüber nachdenken zu müssen. Anfängerfreundliche Routen, wie sie bei den italienischen oder Schweizer Seen zu finden sind, und Workouts speziell für Anfänger unterstützen dich dabei, ganz selbstverständlich dein Tempo zu finden und motiviert dabei zu bleiben.
TIPP:In dem Artikel über Warm-up Übungen vor einer Radfahrt findest du Vorschläge für Warm-up Routinen, bevor du dich auf das Rad setzt. Des Weiteren findest du Vorschläge in dem Artikel über Dehübungen nach dem Ende der Radfahrt, damit dein Körper sich schneller von der Fahrt erholen kann.
TOP 10 der anfängerfreundlichen Routen auf ROUVY
In diesem Video präsentieren wir die Top 10 der entspanntesten und schönsten Routen hier auf ROUVY.
Die Vorzüge und der Nutzen von Indoor-Radfahren für Anfänger
Die eigenen Fortschritte zeigen sich oft schneller als erwartet. Bereits in den ersten paar Wochen bemerken die meisten Anfänger fast täglich die Veränderungen im eigenen Befinden, nicht nur bezüglich ihres Aussehens. Das Radfahren wird geschmeidiger, die Anstrengung fühlt sich leichter zu bewältigen an und das Selbstvertrauen auf dem Fahrrad wächst.
Fitness bezüglich des Herz-Kreislauf-Systems
Indoor-Radfahren stärkt Herz und Lunge, und das in einer sehr alltagstauglichen Weise. Die Atmung beruhigt sich während der Belastung schneller, die Erholung fällt leichter, und alltägliche Aufgaben wie Treppensteigen werden unbeschwerlicher. Viele Anfänger bemerken zudem eine allgemeine Verbesserung bei ihrer täglichen Energie, insbesondere sobald das Radfahren Teil einer regelmäßigen Routine wird.
Ausdauerleistung bezüglich Kraft und Muskelmasse
Beim Indoor-Radfahren wird funktionelle und alltagstaugliche Kraft aufgebaut, der Fokus liegt nicht auf Massenzuwachs. Die Muskeln, auf die du dich bei deinen täglichen Bewegungen am meisten verlässt, werden nach und nach stärker und widerstandsfähiger. Dazu gehören der Quadrizeps, die Gesäßmuskulatur, die hinteren Oberschenkelmuskeln und die stabilisierenden Rumpfmuskeln, die für eine stabile Körperhaltung sowohl auf dem Fahrrad als auch im Alltag sorgen. Mit der Zeit führt diese Kraft zu einer besseren Beherrschung derselben, einem geschmeidigeren Tritt in die Pedalen und weniger Ermüdung bei längeren Radfahrten.
Verbrennen von Kalorien und Gewichtsmanagement
Radfahren verbrennt eine nicht zu vernachlässigende Menge an Kalorien und schont dabei die Gelenke. Damit ist ein regelmäßiges Training leichter zu realisieren. Durch die Kombination von regelmäßiger Anstrengung und ausgewogener Ernährung unterstützt das Indoor-Radfahren eine nachhaltige Gewichtsabnahme, ohne den Körper dabei unnötig zu belasten. Diese Ausgewogenheit ist ein Grund, warum es vielen Anfängern leichter fällt, langfristig dabei zu bleiben.
Die positive Wirkung auf die Psyche
Dieser Aspekt kommt oft überraschend. Das Indoor-Radfahren schafft Struktur, es entsteht eine gewisse Routine und die Fortschritte sind deutlich sichtbar. Selbst das Absolvieren einer kurzen Runde kann Stress abbauen. Indoor-Radfahren führt zu einer spürbaren Stimmungsaufhellung und Stressabbau. Mit der Zeit wirkt dieses Gefühl der steten Verbesserung des mentalen Wohlbefindens genauso motivierend wie die Verbesserung bezüglich der körperlichen Ergebnisse.
Die Fortschritte tracken ohne sich darin gänzlich zu verlieren
Du benötigst nicht direkt schon am ersten Tag alle Trainingswerte. Es ist tatsächlich oft so, dass zu viele dieser Werte oft mehr Verwirrung als Motivation stiften. Ein paar grundlegende Daten sind genug, damit du deine Leistung einschätzen kannst und sie helfen dir dabei, weiterhin motiviert zu bleiben, während sich deine Fitness verbessert.
Die Trittfrequenz
Die Trittfrequenz, gemessen in U/min, gibt an, wie schnell deine Pedalumdrehungen sind. Bei gleichmäßiger Belastung fühlt sich das im Bereich zwischen 80 und 90 U/min recht angenehm an, da die Bewegungen dann geschmeidig und kontrolliert, aber nicht erzwungen ablaufen. Mit zunehmender Fitness wird es in der Regel dann einfacher und quasi ganz normal, eine konstante Trittfrequenz beizubehalten.
Die Herzfrequenz
Bei lockeren Fahrten solltest du in der Lage sein, ein Gespräch zu führen, ohne dabei außer Atem zu kommen. Moderate Belastungen fordern deine Atmung heraus, sind aber dennoch mehrere Minuten lang durchzuhalten. Harte Belastungen fühlen sich fokussiert und kurz an, wobei recht schnell danach eine Erholungspause erforderlich ist.
Wenn du aber nach jeder Fahrt erschöpft bist, ist das in der Regel ein Zeichen dafür, dass die Intensität zu hoch ist. Fortschritte erzielst du durch eine Mischung aus lockeren und härteren Trainingseinheiten, nicht dadurch, dass du jedes Mal bis an deine Grenzen gehst.
In diesem Artikel erfährst du mehr über einige interessante Mythen rund um das Herzfrequenztraining.
Die Leistung
Die Leistung gibt an, wie viel Arbeit du in einem bestimmten Moment erbringst, die Einheit dafür ist Watt. Für Anfänger ist es sinnvoll, diesen Wert als Trend über einen längeren Zeitraum zu betrachten und nicht als Ziel, das bei jeder Fahrt angestrebt werden muss. Frühe Fortschritte zeigen sich oft in einer höheren Durchschnittsleistung bei gleicher gefühlter Anstrengung und nicht in plötzlichen Sprüngen bei den Spitzenwerten.
Tägliche Schwankungen sind normal. Müdigkeit, Schlaf, Flüssigkeitszufuhr und Stress beeinflussen die Leistungsabgabe. Eine Fahrt in der Ebene bedeutet nicht, dass die Fitness nachgelassen hat. Bei mehrwöchigem, regelmäßigem Training steigt die Durchschnittsleistung in der Regel an, da sich die Effizienz und die muskuläre Ausdauer verbessern.
Häufige Anfängerfehler und wie man sie vermeidet
Die meisten Anfängerfehler entstehen aus gut gemeinten Absichten. Man ist hochmotiviert, freut sich über die Fortschritte, und plötzlich wird jede Fahrt zu einer Herausforderung. Der Trick besteht darin, zu lernen, wann man einen Gang zurückschalten muss.
Es wird zu häufig zu hart trainiert
Es ist verlockend, bei jeder Trainingseinheit bis an die Grenzen zu gehen, aber mehr Anstrengung führt nicht immer zu mehr Fortschritt. Die leichten Radfahrten stärken die aerobe Ausdauer, sie verbessern die Regeneration und führen dazu, dass du die anspruchsvolleren Trainingseinheiten effektiver absolvieren kannst. Wenn sich jede Radfahrt anstrengend anfühlt, hat dein Körper nie die Chance, sich anzupassen.
Die korrekte Einstellung des Fahrrads wird ignoriert
Kleine Beschwerden lassen sich anfangs leicht ignorieren. Ein schmerzendes Knie. Verspannte Schultern. Taube Hände. Werden diese kleinen Probleme nicht beachtet, entwickeln sie sich oft zu Verletzungen. Nimm dir frühzeitig ein wenig Zeit, um die Sattelhöhe, die Abstände und die Lenkerposition anzupassen. Nur wenn es bequem ist, bleibst du dabei.
Der Vergleich mit anderen Radfahrern
Beim Indoor-Radfahren ist es recht einfach, Vergleiche anzustellen. Leistungsdaten und Ranglisten können dich leicht von deinen eigenen Zielen ablenken. Jeder fängt an einem anderen Punkt an und hat unterschiedliche Fitnessziele. Deine Fortschritte müssen nur für dich selbst Sinn ergeben. Fokussiere dich deshalb darauf, wie sich dein Training von Woche zu Woche anfühlt und was es dir bringt.
Recovery findet nicht statt
Ruhetage können sich unproduktiv anfühlen, besonders wenn die Motivation hoch ist. In Wirklichkeit findet der eigentliche Fitness Fortschritt jedoch erst während der Erholungsphase statt. Während der Erholung regenerieren sich die Muskeln, die Energiesysteme passen sich an und Ermüdungserscheinungen werden abgebaut. Das Auslassen von Ruhetagen führt oft zu Plateaus oder Übertraining. Sich einen Tag frei zu nehmen, ist ein Teil deines Fortschritts und deiner Leistungssteigerung.
Smartbike oder Smarttrainer?
Falls du dich noch für eine Ausrüstung für dein Indoor-Radfahren entscheiden musst, gehe dabei ganz einfach vor.
Stelle dir folgende Fragen:
Möchte ich Indoor ein spezielles Smartbike nutzen, oder eher mein eigenes Fahrrad?
Lege ich Wert darauf, dass das Fahren geräuscharm stattfinden kann?
Bevorzuge ich, mir meine Gänge selbst zu programmieren (wie bei einem Smartbike), oder möchte ich die mechanische Schaltung meines Outdoor Fahrrads nutzen?
Du benötigst keine Spitzenausrüstung, um anzufangen. Du benötigst etwas Stabiles, etwas, das sich anpassen lässt und zuverlässig funktioniert.
„Als ich vor Jahren mit dem Indoor-Radfahren anfing, fuhr ich auf einem einfachen Rollentrainer. Später kam ein Trainer mit Direktantrieb, heute habe ich ein Smartbike. Jeder Schritt folgte meinen Bedürfnissen, nicht der Eile nach besserer Ausrüstung.“ – Lauren Wolff
Mittlerweile sind die Preise für Smarttrainer gesunken, und ein Wahoo KICKR CORE 2 (eine sehr beliebte Wahl bei Einsteigern) kostet beispielsweise rund 500,00 €. Mit einem Smarttrainer kannst du die Vorzüge der SIM- und ERG-Modi in der App voll ausnutzen.
Oben: So sieht es aus, wenn du einen Smarttrainer mit Direktantrieb nutzt, bei dem du dein eigenes Fahrrad verwendest.
Tipps zur Motivation und zum Aufbau einer langfristigen Routine
Die Motivation lässt nach. Die Gewohnheiten bleiben. Indoor-Radfahren wirst du weiterhin betreiben, wenn es in und zu deinem Leben passt, und nicht, wenn es allein von Willenskraft gesteuert wird.
Besonders zu Beginn des Indoor-Radfahrens solltest du realistisch sein und die Fahrten kurz halten. Wähle Zeiten, die machbar sind, und nicht, ob sie ideal sind. Kombiniere leichtere mit etwas anspruchsvolleren Fahrten, um motiviert zu bleiben, und sorge mit Abwechslung dafür, dass keine Langeweile aufkommt.
Manche Wochen werden sich besser anfühlen als andere. Das ist normal. Am wichtigsten ist es, oft genug dein Training zu absolvieren, damit das Radfahren zur Routine wird und nicht mehr eine bewusste Entscheidung sein muss.
Gestalte den Beginn eines jeden Trainings recht unkompliziert
Das Fahrrad steht immer für eine Fahrt bereit.
Schuhe, ein Handtuch und Wasser befinden sich in der Nähe.
Absolviere an stressigen Tagen einfach kurze Trainingseinheiten.
Fahre zielgerichtet und aus gutem Grund
Virtuelle Fahrten, Challenges und strukturierte Workouts lassen keine Langeweile aufkommen. Viele Radfahrer trainieren beständig weiter, weil für sie sich das Fahren wie ein Erlebnis anfühlt, und nicht wie eine lästige Pflicht.
Viele Radfahrer sagen scherzhaft, dass die Indoor-Saison dann „beginnt, wenn die Motivation endet“. Du kennst bestimmt auch den Moment, wenn es anfängt zu regnen, und wenn dir nur noch wenig Zeit für dein Training zur Verfügung steht, du dich selbst davon zu überzeugen versuchst, dass sich auch eine kurze Trainingseinheit noch lohnt.
Dennoch, eine gute Radsport-App wie ROUVY bietet dir Realismus, eine Struktur und eine Community, die dich dazu motiviert, öfter zu fahren, zielgerichtet zu trainieren und Spaß am Radfahren zu haben. Lies unsere 12 Argumente, warum ROUVY eine der besten Motivations-Apps für den Radsport ist.
Formuliere realistische Erwartungen
Die meisten Anfänger bemerken nach zwei bis vier Wochen erste Veränderungen. Die Beine fühlen sich kräftiger an, die Atmung beruhigt sich schneller, der Schlaf verbessert sich oft und das Selbstvertrauen auf dem Fahrrad wächst. Diese ersten Veränderungen sind wichtiger als sichtbare Ergebnisse.
Fortschritte entstehen dadurch, dass man sein Training regelmäßig absolviert, auch an Tagen, an denen es nicht so gut läuft. Wenn du häufig genug fährst, stellen sich die Verbesserungen ein – unauffällig, aber zuverlässig.
Ein paar Gedanken zum Schluss
Der Start mit dem Indoor-Radfahren bedeutet nicht, dass verlangt wird, dass du wie ein Spitzensportler trainierst. Es erfordert ein wenig Geduld und die Bereitschaft, auf deinem Weg ständig dazuzulernen.
Einige Radfahrten werden sich geschmeidig und zufriedenstellend anfühlen. Andere werden sich ohne ersichtlichen Grund anstrengender anfühlen. Aber beides gehört dazu, und beides bringt dich auf seine eigene Weise voran.
Wenn du dich auf Komfort, Beständigkeit und auf das Finden deines eigenen Rhythmus fokussierst, wird das Indoor-Radfahren langsam aber sicher zu deiner Routine. Zu etwas, das deinen Tag bereichert.
Und wenn das Radfahren dann zu etwas ganz Normalem geworden ist, kommt der Fortschritt im Allgemeinen meist von selbst, ohne diesen erzwingen zu müssen.
Bist du bereit, loszufahren?
Baue dein Fahrrad für das Indoor Training auf, wähle eine kurze, anfängergeeignete Route aus und fang einfach an loszufahren.
Probiere deine erste Fahrt auf ROUVY aus und erlebe, wie sich strukturierte Routen und ein realistisches Tempo leichter anfühlen, als du es noch vor dem Start erwartet hättest. Du musst nicht direkt mit voller Anstrengung fahren. Du musst einfach nur anfangen.
Häufig gestellte Fragen bezüglich des Indoor-Radfahrens für Anfänger
Lauren Wolff
Mit einem Hintergrund von 30 Jahren in der Kreativ- und Schreibbranche verbindet Lauren in ihrer Arbeit für ROUVY ihre Liebe zum Geschichtenerzählen und zum Radsport. Als lebenslange Sportlerin mit fast 40 Jahren Rennerfahrung fuhr sie ein paar Jahre für ein semiprofessionelles Straßenrennteam und erreichte anschließend Podiumsplätze bei nationalen Meisterschaften und UCI World Masters-Events. Außerdem absolvierte sie 2005 das zermürbende Cape Epic und gewann in den frühen 90er Jahren Triathlon-Medaillen. Lauren trainiert seit 2016 ganzjährig auf ROUVY und schreibt mit Leidenschaft, um andere zum Fahren und Entdecken zu inspirieren.